Fördermöglichkeiten für Meisterschüler

Lassen Sie sich bei Ihrer Meisterschule oder bei der Weiterbildung zum/zur Geprüften Betriebswirt/in (HwO) finanziell unterstützen, indem Sie Aufstiegs-BAföG, den Meisterbonus oder ein Weiterbildungsstipendium beantragen. Beim Aufstiegs-BAföG treten ab dem 01.08.2016 Änderungen inkraft, die höhere Bedarfssätze, Zuschussanteile und Freibeträge versprechen. Seit Januar 2017 sind die Förderleistungen des Weiterbildungsstipendiums für junge Fachkräfte um bis zu 20 Prozent gestiegen. Prüfen Sie, ob Sie die Voraussetzungen für die Förderungen erfüllen und machen Sie Ihren ersten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft.

Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG (vormals Meister-BAföG) verfolgt das Ziel, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung in nahezu allen Berufsbereichen und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird (Teilzeit / Vollzeit / E-Learning / Blended-Learning). Damit wird mehr Chancengleichheit zwischen akademischer und beruflicher Bildung herbeigeführt. Das "Aufstiegs-BAföG" ist gesetzlich verankert im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Das neue „Aufstiegs-BAföG" tritt mit dem 01.08.2016 in Kraft und bietet für Fachkräfte, die sich weiterqualifizieren möchten, eine Reihe von finanziellen Verbesserungen.

Wo erfolgt die Antragstellung?

Die zuständigen Behörden, bei welchen die Anträge gestellt werden müssen, sind die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung auf dem Landratsamt oder im Rathaus der kreisfreien Stadt am ständigen Wohnsitz des Antragstellers.

Wer wird gefördert?

Interessenten, die sich auf die Prüfung zum Meister und andere Fortbildungsabschlüsse vorbereiten, können Aufstiegs-BAföG beantragen. Voraussetzung ist eine nach der Handwerksordnung (HwO) oder dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannte abgeschlossene Erstausbildung oder ein vergleichbarer Berufsabschluss. Zudem sind mit der Gesetzesnovelle 2016 auch Bechelorabsolventen antragsberechtigt.

Was wird gefördert?

Gefördert wird eine Aufstiegsfortbildung pro Antragssteller - sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind.
Hat man zuvor bereits eine selbst oder anderweitig finanzierte Aufstiegsfortbildung absolviert, ist dies nicht förderschädlich.

Maßnahmebeitrag

Bei Voll- und Teilzeitmaßnahmen sowie bei E-Learning- und Blended-Maßnahmen umfasst die Förderung die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren:
Zuschuss 40 % und Darlehen 60 %

Die Kosten für das Meisterprüfungsprojekt "Meisterstück" werden bis zu 2.000 € mit 40 % Zuschuss gefördert.

Diese Förderung ist einkommens- und vermögensunabhängig.

Leistungskomponente von 40 Prozent

Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 40 Prozent auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen gewährt. Damit erhöht sich letztlich der staatliche Zuschuss im Rahmen des Maßnahmebeitrages.

Unterhaltsbeitrag

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen erhalten zusätzlich einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt in Form eines Zuschusses (50 %) und Darlehens.

Dieser ist einkommens- und vermögensabhängig. Die Vermögensfreibeträge wurden mit der Gesetzesnovelle 2016 deutlich erhöht.

Berücksichtigung der Prüfungsvorbereitungsphase für den Unterhaltsbeitrag am Ende der Gesamtmaßnahme

Zwischen Ende der Maßnahme und Ablegung der Prüfung (Anfertigung des Prüfungsstückes) wird der bereits gewährte Unterhaltsbeitrag auf Antrag bis zu drei Monate als Darlehen weitergezahlt.

Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende (Zuschuss pauschal 130,- €) und Erhöhung des Kinderzuschlags.

Wie sind die Rückzahlungsmodalitäten?

Das Darlehen ist während der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit - höchstens jedoch sechs Jahre - zins- und tilgungsfrei. In dieser Zeit trägt der Staat die Zinsen. Danach ist es mit einem günstigen Zinssatz zu verzinsen.

In welcher Höhe die Raten für das Darlehen zurückgezahlt werden müssen, bleibt weiterhin abhängig vom Einkommen des Antragstellers. Die Mindestrate beträgt 128 €. Die zeitweilige Aussetzung der Rückzahlungsverpflichtungen kann beantragt werden.

Was sind die Voraussetzungen für den Existenzgründungserlass?

Gründen oder übernehmen Geförderte innerhalb von drei Jahren nach Beendigung der Maßnahme ein Unternehmen, werden bereits ab der Einstellung und der dauerhaften Beschäftigung eines neuen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiters oder eines Auszubildenden auf Antrag 33 % des auf die Lehrgangs und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens erlassen. Dies kann auf 66 % erhöht werden, wenn ein weiterer Mitarbeiter eingestellt wird.

Meisterbonus

 Meisterbonus steigt 2018 auf 1.500 Euro

Am 27. Juli 2017 wurde in München der "Pakt für berufliche Bildung" geschlossen. Darin wurde unter anderem vereinbart, dass der Meisterbonus ab 2018 von 1.000 auf 1.500 Euro aufgestockt wird.

Das Wirtschaftsministerium erarbeitet aktuell die Richtlinienänderung. Die Zustimmung des Bayerischen Landtags steht letzlich noch aus. Mit der Entscheidung wird für Januar 2018 gerechnet.

Richtlinien zur Vergabe des Meisterbonus  (Verkündungplattform Bayern)

 Ihre Ansprechpartnerin

Lisa Henning

Tel. 0931 30908-1173
Fax 0931 30908-1673
l.henning--at--hwk-ufr.de

Was ist der Meisterbonus?

Der Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung soll die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung unterstreichen und macht den Weg der beruflichen Bildung noch attraktiver. Der Meisterbonus schafft somit einen weiteren Anreiz, sich beruflich weiterzubilden und die eigene Qualifikation zu stärken. Der Bonus beträgt aktuell 1.000 Euro.



Wer erhält den Meisterbonus?

Der Meisterbonus wird für Meisterprüfungen und bestimmte Fortbildungsprüfungen vergeben. Bei der Handwerkskammer für Unterfranken sind dies folgende Fortbildungsabschlüsse:

  • Betriebsinformatiker/in (HWK)
  • Gebäudeenergieberater/in im Handwerk (HWK)
  • Gepr. Betriebswirt/in nach der HwO
  • Kaufmännische/r Fachwirt/in (HWK)
  • Gepr. Kaufmännische/r Fachwirt/in nach der HwO
  • Wirtschaftsinformatiker/in (HWK)
  • Restaurator/in im Uhrmacherhandwerk

Die Prüfung muss vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Bayern abgelegt und von dieser das Zeugnis ausgestellt worden sein. Sofern Sie zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Prüfung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses Ihren Hauptwohnsitz und/oder Ihren Beschäftigungsort innerhalb Bayerns hatten, erhalten Sie den Bonus durch die Handwerkskammer für Unterfranken.

Bei fachlich unterschiedlichen Abschlüssen kann der Bonus auch mehrfach (je bestandener Prüfung) gewährt werden. Bei gleichzeitiger Teilnahme am schulischen und beruflichen Prüfungsverfahren (z.B. Fachschule/Kammer-prüfung) wird der Bonus lediglich einmal für die zeitlich erste Prüfung gewährt.



Muss ich einen Antrag stellen?

Nein. Die Absolventen der Prüfungen erhalten von der Handwerkskammer für Unterfranken mit dem Prüfungszeugnis ein Formular zugesandt. Das Formular muss vollständig ausgefüllt bis zum angegebenen Rücksendetermin per Post zurückgeschickt werden.



Wann erhalte ich die Auszahlung?

Die Auszahlung des Meisterbonus an den berechtigten Personenkreis erfolgt zu zwei Terminen im Jahr. Die Handwerkskammer für Unterfranken wird Sie darüber schriftlich benachrichtigen.



Was muss ich noch beachten?

Zur steuerrechtlichen Behandlung der Förderung wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder das für Sie zuständige Finanzamt.



Wo erhalte ich weitere Informationen?

Unter http://www.stmwivt.bayern.de/mittelstand-handwerk/aus-und-weiterbildung/meisterbonus/ sind umfassende Informationen zum Meisterbonus eingestellt.



Weiterbildungsstipendium

Seit 1991 unterstützt das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gezielt junge Fachkräfte bei der weiteren beruflichen Qualifizierung. Durchgeführt wird es von den Kammern und zuständigen Stellen der Berufsbildung. Seit Januar 2017 wurden die Förderleistungen des Stipendienprogramms deutlich erhöht.

Wer kann gefördert werden?

Um ein Weiterbildungsstipendium bewerben kann sich, wer:

  • eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) abgeschlossen hat,
  • die Berufsabschlussprüfung mit einem Gesamtergebnis von mindestens 87 Punkten bzw. der Durchschnittsnote 1,9 oder besser bestanden hat,
  • bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb einen 1., 2. oder 3. Platz erreicht hat oder
  • seine Qualifikation durch einen begründeten Vorschlag des Arbeitgebers oder der Berufsschule nachweisen kann.

Zum Aufnahmezeitpunkt soll das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet sein. Durch Anrechnungszeiten (z.B. Bundesfreiwilligendienst, Elternzeit, Migration usw.) kann eine Aufnahme auch bis zu drei Jahren später erfolgen. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind anspruchsvolle, in der Regel berufsbegleitende Maßnahmen, z.B.:

  • Fachbezogene berufliche Qualifikationen,
  • Vorbereitungslehrgänge auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z.B. Meister/in, Techniker/in, Betriebswirt/in, Fachwirt/in, Fachkaufmann/-frau usw.),
  • Fachübergreifende und allgemein berufliche und soziale Maßnahmen (z.B. Fremdsprachen, EDV, kommunikative Fertigkeiten, Konflikt- und Projektmanagement).

Die Förderung muss vor Beginn jeder Weiterbildung beantragt werden. Bereits begonnene Weiterbildungsmaßnahmen können nicht gefördert werden.

Wie hoch und wie lange wird gefördert?

Über einen Zeitraum von max. drei Jahren können die Stipendiatinnen und Stipendiaten Zuschüsse von jährlich bis zu 2.400 EUR, also insgesamt bis zu 7.200 EUR beantragen.

Der Eigenanteil beträgt 10 % der Kosten pro Fördermaßnahme. Der Eigenanteil schmälert jedoch nicht den Gesamtförderbetrag von 7.200 EUR.

Wo kann man sich bewerben?

Ansprechpartner in allen Fragen des Weiterbildungsstipendiums ist die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis der Bewerberin/des Bewerbers eingetragen war. Die Handwerkskammer für Unterfranken ist eine dieser Stellen. Sie führt das Förderprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nach dessen Richtlinien durch, wählt die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, berät diese, entscheidet über die Förderfähigkeit beantragter Weiterbildungsmaßnehmen und zahlt die Fördermittel aus.

Die Auswahl der „neuen“ Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgt jeweils im Januar. Der Antrag auf Aufnahme in das Programm muss spätestens zum 30. November des Vorjahres vorliegen.



 Weitere Informationen


 Ihre Ansprechpartnerin

Ruth Außenhofer

Tel. 0931 30908-1138
Fax 0931 30908-1638
r.aussenhofer--at--hwk-ufr.de