Ausbildungsprämie | Hilfsprogramm Corona-Krise
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Ausbildungsplätze sichern mit staatlicher Förderung

Hilfsprogramm der Bundesregierung für Ausbildungsbetriebe - Beantragung der "Ausbildungsprämie" - Deutliche Verbesserung für Betriebe

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" ermöglicht eine finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in erheblichem Maße von der COVID 19-Pandemie betroffen sind. Die Antragsstellung erfolgt über die regionalen Agenturen für Arbeit.

Die einzelnen Maßnahmen zielen darauf ab, Ausbildungskapazitäten zu erhalten, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden, Auftrags- und Verbundausbildung zu fördern und Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz zu schaffen. Als Betrieb geben Sie den jungen Menschen mit einer Ausbildung Sicherheit. Bitte warten Sie nicht mit dem Abschluss von Ausbildungsverträgen und sichern Sie sich jetzt Ihre Fachkräfte von morgen.

Welche finanziellen Unterstützungsleistungen das Hilfsprogramm im Detail vorsieht, erfahren Sie auf dieser Seite.

Aktuelle Änderungen zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ (März 2021):

Die Förderung von Ausbildungsplätzen wurde rückwirkend deutlich verbessert, die Bedingungen zur Antragsberechtigung erheblich vereinfacht. Alle Betriebe werden gebeten, mit der Übermittlung von Unterlagen an die Agenturen für Arbeit zu warten, bis die überarbeiteten Dokumente zur Verfügung stehen. 



  • Die bisherige Ausbildungsprämie für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, wird für das nächste Ausbildungsjahr von 2.000 Euro auf 4.000 Euro erhöht.
  • Die Ausbildungsprämie plus für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau steigern, wird für das nächste Ausbildungsjahr von 3.000 Euro auf 6.000 Euro erhöht.
  • Auch der Anreiz, Auszubildende und ihre Ausbilder trotz Kurzarbeit im Betrieb zu halten, soll verbessert werden. Zukünftig soll es deshalb nicht nur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung geben, sondern auch einen Zuschuss zur Ausbildervergütung.
  • Für den Fall, dass ein Ausbildungsplatz wegen Insolvenz des Betriebes verlorengeht, sind auch Verbesserungen bei den Übernahmeprämien vorgesehen.
    Die Förderhöhe wird auf 6.000 Euro verdoppelt. Gefördert wird jetzt auch die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsvertrag pandemiebedingt beendet wird.
  • All diese Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
  • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können pauschal 1 000 Euro bekommen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.

 Hier finden Sie eine Übersicht zu Details der Neuerungen zur Ausbildungsprämie (plus), zum Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinstunternehmen, zum Zuschuss zur Vermeidung von Kurzarbeit sowie zur Übernahmeprämie



Wer kann die Förderung beantragen?

Die Unterstützungsmaßnahmen richten sich an Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden. Pro Ausbildung wird nur eine Prämie gezählt. Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt ist nicht möglich. Darüber hinaus gelten je nach Inanspruchnahme der jeweiligen Fördermaßnahme weitere Voraussetzungen. Sie entscheiden, welche Förderung Sie in Anspruch nehmen wollen!

Wo können die Anträge gestellt werden?

Am 31. Juli 2020 wurde die erste Förderrichtlinie zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ im Bundesanzeiger veröffentlicht. Anträge können seither über die jeweils lokal zuständige Agentur für Arbeit gestellt werden. Auf der entsprechenden  Webseite der Agentur für Arbeit ist der Prozess genau beschrieben und Formulare sind zum Download erhältlich.



Bei Fragen und für einen telefonischen Kurz-Check, ob sich die Antragsstellung für Sie und Ihren Betrieb lohnt, steht Ihnen das Team der Ausbildungsabteilung gerne zur Verfügung:

 Ihre Ansprechpartner